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Regentag = Telefontag

Irgendwie scheinen die vielen Nepper – Schlepper – Bauernfänger zu ahnen, daß viele Firmenchefs heute an diesem tristen Apriltag regenbedingt im Büro sitzen. Das Telefon steht nicht still mit Angeboten wie mein Googleranking verbessert oder meine Website optimiert werden kann, wie ich bessere Aufträge erhalten oder meine Versicherungen günstiger haben könnte.
Wenn doch nur mal was sinnvolles dabei wäre.
Jedenfalls füllt sich mein FritzBox Blacklist Telefonbuch der abzuweisenden Anrufe.

Zahlungsmoral zum xxxten

Auch wenn ich das Thema schon so oft behandelt habe…….ich muss mir meinen Frust halt einfach von der Seele schreiben. Sicherlich gibt die VOB die Möglichkeit sich einen entsprechenden Zeitraum zum Prüfen einer Schlussrechnung zu nehmen. Aber das ist ein “Kann” und kein Muss.
Und eigentlich sollte es im privaten Geschäftsverhältnis durchaus möglich und machbar sein, eine Rechnung nach 30 Tagen auch bezahlt zu haben.
Am 31.12. hatte ich diese nämlich zugesandt. Klar, dass dann erst mal paar Tage zu Jahresbeginn vergehen bevor diese vom Architekten bearbeitet wird, damit rechne ich ja auch. Nachdem ich Ihm aber am 16.01.2019 die Gewährleistungsbürgschaft in die Hand drückte äußerte er sich dazu nicht.
Erst auf meine schriftliche Einlassung am 22.01. wurde er dann mal darauf aufmerksam, dass bereits drei Wochen die Rechnung ungesehen im Mailkasten schlummerte. Und dann am 23.01. auch direkt geprüft war.
Was den Kunden dann aber veranlasst nochmals eine Woche lange untätig zu bleiben erschließt sich mir nicht.
Was würden die Leute selbst sagen, wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber den Lohn mal einen Monat lange einbehält?

Vorrauskasse

Bei immer mehr Diensten oder Produkten wird heutzutage im Vorraus kassiert. Ob Versicherungen, Nebenkosten oder auch Finanzamt. Man bezahlt im Vorraus auf eine zu erwartende Leistung oder einen zu erwartenden Verbrauch. Auch bei Wartungsverträgen von Software wird auf das kommende Jahr berechnet. Hier aber sogar, ohne die Gewissheit zu haben auch eine Leistung dafür zu bekommen. Man stelle sich das Szenario einmal vor: Ich bezahle meine Softwarepflege, weiß aber nicht sicher ob den ein neues Update kommt oder nicht.
Eine neue Form der Gängelei stellte sich für mich aber in folgendem Fall dar. Ich bekomme Ende Juli ein Softwareupdate, welches eine neue Freischaltung erfordert. Diese habe ich angefordert und als ich sie dann eingebe, erscheint eine Befristung der Freischaltung bis zum 30.09. Kurioserweise ist zum 01.09. meine Pflegevertragsgebühr fällig.
Ich finde das eine Ungeheuerlichkeit. Das Update ist schliesslich mit dem letzjährigen Wartungsvertragszyklus bezahlt.
Und unabhängig davon, ob ich jetzt meinen Wartungsvertrag noch weiterführe oder nicht, muss mir die Programmbenutzung zum jetzigem Strand auch weiterhin ermöglicht werden. Schließlich wurde dazu ja auch das Programm käuflich erworben, was ja auch eine nicht gerade unerhebliche Summe ausmachte.

Leider ist eine solche Investition keine, welche man alle paar Jahre neu tätigt. Es sind ja nicht nur die reinen Programmkosten. Es kommen dann ja ein Einarbeitung, einpflegen der Daten und vieles mehr noch hinzu, welches die Kosten noch signifikant erhöhen würde.
Mich beschleicht das Gefühl, daß die Softwarebranche diese Situation auch leidlich ausnutzt.

Schuss ins Knie

Als Mensch hat man ja charakterliche Eigenschaften und Verhaltensweisen, die einem mitgegeben wurden oder welche man im Laufe seines Lebens erlangt und auch nur unschwer ändern kann. Man kann oftmals einfach nicht aus seiner Haut.
Eine meiner Eigenschaften ist es, Konsens zu suchen und es meinem Gegenüber so leicht wie möglich zu machen diesen auch mit mir herstellen zu können. Dies nicht nur im Umgang mit Kunden sondern auch im Geschäftsverhältnis zu Lieferanten. Wenn ich etwas bestelle und dieses ist gerade nicht lieferbar oder vorrätig, dann bemühe ich mich flexibel zu sein und nicht unbedingt streng auf meinen Wünschen zu beharren.
Und leider schiesse ich mir dadurch auch ab und an mal von hinten ins Knie.

So wie gestern. Ich schreibe dem Holzlieferanten meines Vertrauens eine Mail mit meinen Wünschen und der Bitte das Material zu richten weil ich etwas später meine Mitarbeiterin zum Abholen schicken wollte. Der freundliche Mitarbeiter welcher meine Mail bearbeitete meldete sich telefonisch und meinte, ein Teil meiner Bestellung wäre in der Menge nicht auf Lager. Woraufhin ich mich überzeugen lies eine Standardlänge zu nehmen. Dies war Fehler Nr. 1, den ich heute wieder bereue, weil ich jetzt Abfälle habe die zum Wegwerfen zu schade sind, hier jetzt wieder rumliegen, 8 mal umgesetzt werden müssen und vor allem auch bezahlt werden wollen.
Fehler Nr. 2 aber machte der Mitarbeiter des Lieferanten, indem er meine Bestellung 15 × 5,00 meter in 4 × 13,00 meter abänderte. Der mathekundige Leser wird feststellen das geht weder hinten noch vorne aus.

Ich muss unbedingt an mir arbeiten. Wenn ich was bestelle dann will ich das zukünftig genauso haben und nicht anders. Sonst frisst mich der Frust irgendwann auf.