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Dicht - oder doch nicht

Im modernen Hausbau, welcher ja immer mehr auf verbrauchsarmes Wohnen zielt, ist es zwangsweise notwendig die vorhandenen Funktionsschichten fachgerecht auszubilden. Es muss vermieden werden, dass Feuchte aus der inneren, warmen Raumluft in die Konstruktion gelangen kann und durch kondensieren an kalten Bauteilen als Tauwasserausfall die Dämmung oder sogar die Konstruktion beschädigt.
Das heisst für uns, wir kleben uns bzgl. der inneren, luftdichten Ebene einen Wolf um alle Bauteilübergänge, Durchbrüche und Anschlüsse konvektionsfrei auszubilden. Das ist, meistens jedenfalls, technisch auch mit den entsprechenden Produkten sehr gut erzielbar. Bis – ja bis die Folgegewerke kommen.

So jedenfalls lieber Fensterbauer siehts es nur aus wenn man zu faul ist die Ecke korrekt auszuführen. Davon abgesehen dass keinerlei Anschlussbänder verwendet wurden. Gut, das Bild ist schon ein paar Jahre alt. Aber auch damals bestand schon die Pflicht Bauteile luftdicht anzuschliessen.

 



Oder wenn der Heizungsbauer von Bauphysik nun mal so gar keine Ahnung hat dann durchbohrt er die luftdichte Schicht (in diesem Fall die Osb-Platte) einfach mal so, ohne sich auch nur überhaupt was dabei zu denken.
In diesem Fall wäre wohl eine kurze Nachfrage nach zusätzlichen Hölzern ganz sinnvoll gewesen. Gerne hätten wir diese dann auch eingebaut. Alleine schon, weil die Fehler der nachfolgenden oft gravierend in unser Gewerk eingreifen.

Hier mal ein paar Produktvorschläge von Proclima für Elektriker und sonstige lochproduzierenden Handwerker. Manche dieser Lösungen sollte man einfach immer im Auto haben.

—> Proclima Kaflex Multi
—> Proclima Luftdichtbox
—> Kaflex mono
—> Roflex

Bausünden

Es gibt ja immer wieder Momente, da läuft man an Häusern vorbei und denkt: Boah…das geht ja wohl gar nicht. Solche Beispiele möchte ich hier in der Kategorie auch noch unterbringen. Der ein oder andere Leser wird vielleicht denken was ich denn hätte…sieht doch gut aus. Aber Architektur ist eben auch Geschmacksache…..und ohne darüber zu sprechen kann man auch nicht darüber diskutieren.

Beim hier dargestellten Objekt war wohl der Meister der Pultdächer am Werk.

Pfusch am Bau

Ab und an gibt es bei uns ja auch schon einmal Kleinigkeiten, welche nicht so 100% passen. Aber sowas wie auf den nachfolgenden Bildern würde ich der Welt nicht hinterlassen wollen. Auch wenn es, so wie es aussieht, unterseitig verkleidet werden sollte.
Alle Bilder aus einen Eintrag beim Bauexpertenforum.

Murks

Im vergangenen Sommer hatten wir einen Neubau zu errichten, bei welchem die Eindeckung durch einen Dachdecker vorgenommen werden sollte (und auch wurde). An einem Punkt war die Planung etwas kritisch. Es gab einen Giebel und daneben liegend zwei Dachfenster als Kombielement nebeneinander. Da die Dachfenster in Breite 94 laut Planung vorgesehen waren habe ich eben mit den Hölzern etwas geschoben, um die Fenster Raummittig aber trotzdem noch neben die Gaube zu bekommen. So sollte es nach Planung dann werden. Die Füllhölzer der Wechslung hatten wir noch nicht montiert, um dem Dachdecker den grösstmöglichen Spielraum zu lassen und die Breite des Bleches zwischen den Fenstern frei wählen zu können.

Nach Aufrichten des Daches kam dann auch irgendwann der Dachdecker und begann mit seinen Arbeiten. Zwischenzeitlich befand ich mich noch im Urlaub um dann nach meiner Rückkehr folgendes auf der Baustelle vorzufinden.
Der Dachdeckerermeister hatte die Fenster in Breite 114 bestellt und auch von seinen Leuten einbauen lassen. Wegen der übermässigen 20 cm kam es aber zum Konflikt mit der Rinne der anliegenden Gaube, welches die Dachdecker kurzhand “provisorisch” lösten. Ich war schockiert als ich an die Baustelle kam und diesen Murks sah. Später rückte dann eben nochmals der Spengler an und reparierte das Vergehen.

Fazit: Giebelgaube nun asymetrisch, da an der Seite zum Fenster die Rinne auf das Dach zurückgezogen wurde. Dachfenster als Klappschwingfenster mit Griffhöhe ca. 1,90 cm von fertigem Fussboden. Hier wäre ein Schwingenster absolut ausreichend gewesen. Optimalerweise eben mit Motor zur Bedienung.
Aber das kommt eben davon wenn manche den Kopf nur zum Haare schneiden haben.